wartnix.
Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 29. September 2026

1. Anbieter, Kunden und Vertragsgrundlage

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Bereitstellung der webbasierten Lagerverwaltungssoftware „wartnix“ durch die Project Bock GmbH, Mühlengasse 21, 2362 Biedermannsdorf, Österreich („Anbieterin“), an Unternehmerinnen und Unternehmer im Sinne des Unternehmensgesetzbuches („Kunden“). Die Nutzung durch Verbraucher ist nicht Gegenstand dieser AGB. Individuelle schriftliche Vereinbarungen und das angenommene Angebot gehen diesen AGB vor.

2. Vertragsschluss und Leistungsumfang

Ein Vertrag kommt durch Annahme eines Angebots der Anbieterin in Textform oder durch Freischaltung eines ausdrücklich bestellten Zugangs zustande. Die vereinbarten Funktionen, Nutzerzahlen, Mandanten, Speichergrenzen, Entgelte und etwaige Zusatzleistungen ergeben sich aus dem Angebot. wartnix unterstützt insbesondere die Erfassung von Ein- und Auslagerungen, Bestandsübersichten, Datenimporte und die Vorbereitung von Abrechnungen. Die Software ersetzt keine fachliche Prüfung von Beständen, Rechnungen oder steuerlichen Pflichten durch den Kunden.

3. Zugang und Nutzungsrechte

Für die Vertragsdauer erhält der Kunde ein einfaches, nicht übertragbares Recht, die gebuchten Funktionen über das Internet für eigene betriebliche Zwecke zu nutzen. Zugangsdaten dürfen nur den berechtigten Personen des Kunden zugänglich gemacht werden. Der Kunde informiert die Anbieterin unverzüglich über einen vermuteten unbefugten Zugriff. Eine Weitergabe, Vermietung oder eigenständige Bereitstellung der Software an Dritte bedarf einer gesonderten Vereinbarung; die vereinbarte Verwaltung von Lagerkunden innerhalb des Kundenkontos bleibt davon unberührt.

4. Mitwirkung und Kundendaten

Der Kunde stellt eine geeignete Internetverbindung und aktuelle Browser bereit. Er ist für die Rechtmäßigkeit, Richtigkeit und Vollständigkeit seiner eingegebenen und importierten Daten sowie die Vergabe der Berechtigungen an eigene Nutzer verantwortlich. Vor verbindlicher Abrechnung prüft er insbesondere Buchungen, Kosten und Rechnungsdaten. Die Anbieterin darf Kundendaten nur zur Erfüllung des Vertrags und nach Maßgabe der Datenschutzvereinbarungen verarbeiten.

5. Verfügbarkeit, Wartung und Änderungen

Die Anbieterin betreibt wartnix mit angemessener Sorgfalt. Wartung, Sicherheitsupdates, Störungen des Internets und Leistungen von Infrastrukturbetreibern können die Erreichbarkeit vorübergehend beeinträchtigen. Planbare, wesentliche Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit vorab angekündigt. Eine bestimmte Verfügbarkeitsquote oder Reaktionszeit gilt nur, wenn sie im Angebot oder einer gesonderten Servicevereinbarung ausdrücklich zugesagt wird. Die Anbieterin darf Funktionen weiterentwickeln, soweit der vereinbarte Kern der Leistung erhalten bleibt; wesentliche nachteilige Änderungen werden rechtzeitig angekündigt.

6. Entgelt und Zahlung

Einmalige und laufende Entgelte, Abrechnungsintervalle und Zahlungsfristen ergeben sich aus dem angenommenen Angebot; alle gegenüber Unternehmen angegebenen Preise verstehen sich zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich anders ausgewiesen. Zusatzleistungen werden nur bei gesonderter Beauftragung verrechnet. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Ansprüche. Eine Sperre wegen Zahlungsverzugs erfolgt erst nach Mahnung und angemessener Nachfrist; die Pflichten zur Datenbereitstellung und Aufbewahrung bleiben davon unberührt.

7. Laufzeit und Beendigung

Vertragsbeginn, Mindestlaufzeit und ordentliche Kündigungsfrist ergeben sich aus dem Angebot. Fehlt eine solche Vereinbarung, läuft der Zugang auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende in Textform gekündigt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Nach Vertragsende stellt die Anbieterin auf Anfrage eine maschinenlesbare Kopie der vom Kunden bereitgestellten Daten bereit, soweit dies technisch möglich und rechtlich zulässig ist. Der Kunde sollte den Export vor Vertragsende anfordern. Sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder abweichenden Vereinbarungen bestehen, werden die produktiven Kundendaten frühestens 30 Tage nach Vertragsende gelöscht; technische Sicherungskopien werden nach den vereinbarten Löschzyklen entfernt.

8. Datenschutz und Vertraulichkeit

Beide Parteien beachten die anwendbaren Datenschutzbestimmungen. Soweit die Anbieterin personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vor Beginn dieser Verarbeitung eine gesonderte Vereinbarung über die Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Beide Parteien behandeln nicht öffentliche geschäftliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich, soweit keine gesetzliche Offenlegungspflicht besteht.

9. Gewährleistung und Haftung

Die gesetzlichen Gewährleistungsrechte gelten, soweit in einer individuell vereinbarten Leistungsbeschreibung nichts Zulässiges näher geregelt ist. Der Kunde meldet Störungen mit einer nachvollziehbaren Beschreibung. Für Schäden haftet die Anbieterin nach den gesetzlichen Bestimmungen. Zwingende Haftung, insbesondere für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit und Personenschäden, bleibt unberührt. Eine darüber hinausgehende Haftungsbeschränkung bedarf einer gesonderten wirksamen Vereinbarung.

10. Schlussbestimmungen

Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss seiner Verweisungsnormen und des UN-Kaufrechts, soweit rechtlich zulässig. Für Streitigkeiten mit Unternehmen wird, soweit zulässig, das sachlich zuständige Gericht am Sitz der Anbieterin vereinbart. Änderungen dieser AGB gelten für bestehende Verträge nur nach wirksamer Vereinbarung. Sollte eine einzelne Bestimmung unwirksam sein, bleiben die übrigen Bestimmungen unberührt.

Kontakt zu diesen AGB: office@project-bock.com.